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Vernetzte Mobilität – Dokumentation

Schaffung von „Mobilitäts-Hubs“ und offenen Digitalplattformen

28. Juni 2019

Wie sehen Visionen für die Mobilität der Zukunft in Gütersloh aus? Wie können der Zugriff und die Erreichbarkeit von zeitgemäßen Verkehrssystemen durch Digitalisierung erleichtert werden? Mögliche Vorschläge und erste Umsetzungsideen auf diese Fragen diskutierten sechs Stadtexperten des Denklabors „Vernetzte Mobilität“ mit Unterstützung durch das Führungstandem, bestehend aus Stadtbaurätin Nina Herrling und Dr. Thomas Hartmann (Reply AG), und weiteren Teilnehmern vergangene Woche im Digitalen Werkraum der Stadtbibliothek.

Neben ihrem großen Interesse am Thema Mobilität, einem vielfältigen Stadtwissen und vielen Ideen brachten die Stadtexperten auch ganz unterschiedliche Voraussetzungen aus den Bereichen IT-Beratung, Wirtschaftsinformatik, Physik und Mathematik mit. Sie alle stehen für unterschiedliche Perspektiven, mit deren Hilfe in dem dreistündigen Workshop zunächst die Herausforderungen für Gütersloh innerhalb der Mobilität identifiziert wurden: der große Pendlerandrang (nicht nur) zur Rushhour auf den viel befahrenen Straßen wie der Verler und der Wiedenbrücker Straße, die Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln wie dem Öffentlichen Personennahverkehr und Sharing-Angeboten sowie die Fragen nach der Ermöglichung zur Teilhabe für alle, der Sicherung der Barrierefreiheit und der Diskussion um den Datenschutz bei einer Einbindung möglicher digitaler Angebote. Die Herausforderungen sind vielfältig und ihre Auswirkungen bereits jetzt für jeden im Alltag spürbar.

Die Teilnehmer des Denklabors diskutierten ganz verschiedene Szenarien dieser Herausforderungen. Die aus dem Denklabor entstandenen Projektideen sollen den Alltag über digital vernetzte Möglichkeiten erleichtern und den Weg zu einer neuen digital vernetzten Mobilität in der Stadt Gütersloh vorantreiben.

Am Ende stehen diese Vorschläge, die aus Sicht der Stadtexperten für die Stadt Gütersloh Vorrang haben sollten:

  • Entwicklung und Bereitstellung einer offenen digitalen Plattform, die unterschiedliche Verkehrsmittel (wie Sharing-Konzepte, ÖPNV-Fahrtzeiten, Anruf-Sammeltaxen etc.) verknüpft, Park-Angebote aufzeigt und in der bargeldlose Bezahlkonzepte integriert sind. Diese App muss mit einem möglichst geringen Aufwand für den Nutzer und für Alle (Barrierefreiheit) zu handhaben sein.
  • Schaffung von zentralen „Mobilitäts-Hubs“ an Knotenpunkten, an denen Verkehrsmittel gewechselt oder geparkt werden können und die als E-Mobilitäts-Ladestationen und Versorgungspunkte (z. B. Lieferung von Einkäufen) ausgestattet sind.
  • Gütersloh als „Fahnenträger“/Modellstadt mit Konzepten und Umsetzungen, denen sich Städte aus der Umgebung zur Vernetzung anschließen können.